Familienzentren sind erweiterte Kindertageseinrichtungen in ihrem unmittelbaren Umfeld.
Damit wird die Suche nach Kinderbetreuung, Familienberatung und Bildungsangebote vor Ort erleichtert.
Das Ziel eines Familienzentrums ist es, über die Kindertageseinrichtung Angebote zur Förderung und Unterstützung von Kindern und Familien in unterschiedlichen Lebenslagen und mit unterschiedlichen Bedürfnissen bereit zu stellen.
Dabei ist es wichtig, dass die Angebote niedrigschwellig sind, d. h. alltagsnah gestaltet werden und ohne Hemmschwelle oder räumliche Hindernisse in Anspruch zu nehmen sind. Es werden Merkmale erfasst, die über die Kernaufgaben der Bildung, Erziehung und Betreuung hinausgehen. Das betrifft Merkmale, die in der Praxis nicht zum allgemeinen Standard von Tageseinrichtungen gehören. Ein Beispiel ist die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die nicht ohne das Angebot eines Mittagessens denkbar ist.
Familienzentren verfolgen somit einen familienorientierten Ansatz. Sie wollen die Familie als Ganzes ansprechen und einen Lebensraum sowohl für Kinder als auch für die gesamte Familie bieten. Sie wenden sich an alle Familien in ihrem Umfeld und sind nicht auf bestimmte Zielgruppen zugeschnitten.
Neben der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zu der Kindertageseinrichtungen einen wesentlichen Beitrag leisten, stehen Stärkung der Bildungskompetenz von Kinder und der Erziehungskompetenz von Eltern im Vordergrund des Reformbedarfs.
Dazu gehört vor allem eine kontinuierliche Förderung in den ersten Lebensjahren. Hier werden die Weichen für die Lebenschancen der Kinder gestellt. Wir wollen Eltern so früh wie möglich die erforderliche Hilfe und Unterstützung umfassend, zielgenau und vor allem unmittelbar zukommen lassen. Das können wir am besten erreichen, wenn wir Eltern dort abholen, wo ihre Kinder betreut werden -
in den Tageseinrichtungen für Kinder...
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